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Kontopfändung

Gesperrtes Girokonto

Kontopfändung

Gesperrtes Girokonto

Sie haben Fragen zur Konto­pfändung oder zum Pfändungs­schutzkonto (P-Konto)? Hier haben wir alle wichtigen Infor­mationen für Sie zusammen­gestellt.

Überblick

Was ist eine Kontopfändung?

Eine Kontopfändung ist ein Mittel der Zwangs­vollstreckung. Durch einen gerichtlich erwirkten Pfändungs­beschluss versucht ein Gläubiger, ihm zustehende Gelder von einem Kontoinhaber einzufordern. In dem Zusammen­hang werden die bestehenden Konten gesperrt und pfändbares Guthaben an den Gläubiger überwiesen.

Im Falle einer Kontopfändung bedeutet das für Sie, dass sowohl die Konten als auch Kreditkarten gesperrt werden, sodass über das Guthaben nicht mehr verfügt werden kann – das betrifft auch die Sozial­leistungen.

Die Umstände einer Pfändung können Sie beim Gläubiger erfragen. Die Sparkasse Paderborn-Detmold erhält keine Kenntnis darüber, warum eine Pfändung erwirkt wurde.

Das können Sie tun, wenn jemand Ihre Konten gepfändet hat:

Die Pfändung bezahlen

Ein Pfändungs­schutz­konto (P-Konto) einrichten

Eine Einigung mit dem Gläubiger erwirken (Ruhend­stellung)

Die nächsten Schritte

Die nächsten Schritte

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Hier können Sie sofort online einen Bezahlauftrag einstellen oder einen Termin bei Ihrem Berater vereinbaren.

Das P-Konto

Das P-Konto

Was ist ein P-Konto?

Durch die Einrichtung eines P-Kontos ist das Guthaben in Höhe eines gewissen Freibetrages vor der Pfändung geschützt. Innerhalb dieses Freibetrages kann über das Konto ganz normal verfügt werden – egal ob per Barauszahlung, Überweisung oder Lastschrift. Die Einrichtung von Kreditlinien ist bei einem P-Konto nicht möglich. Das Konto wird nur im Guthaben geführt.

Der Freibetrag gilt immer für den jeweiligen Kalendermonat.
Wichtig zu wissen: Wenn Sie in einem laufenden Monat Ihren Freibetrag bereits ausgeschöpft haben, können keine weiteren Gelder verfügt werden – auch dann nicht, wenn Sie am Monatsende Ihr Gehalt bekommen. Eingehende Gelder werden erst zum 01. eines jeden Monats im Rahmen des Freibetrages verfügbar.

Für das Girokonto gelten die vereinbarten Kontoführungsgebühren - zusätzliche Kosten durch das P-Konto entstehen nicht. Es muss nur einmal eingerichtet werden. Solange eine aktive Pfändung auf dem Konto ist, greift der Pfändungsschutz dann automatisch. Wenn die Pfändung erledigt ist, bleibt das P-Konto im Hintergrund bestehen und aktiviert sich automatisch, sofern eine erneute Pfändung eingehen sollte. Solange keine Pfändung vorliegt, kann das Konto unbeschränkt im Rahmen des vorhandenen Guthabens genutzt werden.  

Welche Voraussetzungen müssen für ein P-Konto erfüllt sein?

Grundsätzlich hat jede Person einen Anspruch darauf, dass das eigene Girokonto in ein P-Konto umgewandelt wird. Folgende Rahmenbedingungen müssen dafür erfüllt sein:

  • Der Kontoinhaber ist eine natürliche Person (keine juristische Person).
  • Das Konto ist ein Einzelkonto.
  • Der Pfändungsschuldner ist der Kontoinhaber.
  • Der Pfändungsschuldner besitzt noch kein P-Konto, auch nicht bei anderen Banken.
  • Das Girokonto wird auf Guthabenbasis geführt.

Das Gesetz sieht vor, dass nur Einzelkonten als P-Konto geführt werden dürfen. Bei einem gemeinschaftlichen Konto (z. B. bei Eheleuten) ist daher zunächst die Einrichtung von zwei Einzelkonten notwendig.
Wichtig zu wissen: Wenn bei einem Gemeinschaftskonto nur ein Kontoinhaber von der Pfändung betroffen ist, wird das gemeinsame Konto auch für den anderen Kontoinhaber gesperrt.

Das P-Konto wird ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Eine Vereinbarung von Kredit­linien oder das Führen einer Kreditkarte ist nicht möglich. Sollte Ihr Girokonto zum Zeitpunkt des Pfändungseingangs überzogen sein, sprechen Sie bitte mit einem Berater.

Die Umwandlung des Kontos ist auch nach Eingang der Pfändung bei der Sparkasse noch möglich. Wenn Sie innerhalb von 4 Wochen nach Pfändungseingang ein P-Konto beantragen, gilt der Pfändungsschutz noch rückwirkend für diesen Zeitraum. Die Umstellung ist nur einmal notwendig und muss nicht bei jeder Pfändung erneut veranlasst werden.

Sie möchten Ihr Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen?
Hier können Sie direkt online einen Termin bei Ihrem Berater vereinbaren.

Wie wird mein Freibetrag festgesetzt?

Grundsätzlich gibt es einen monatlichen Grundfreibetrag, der je nach Lebenssituation des Kunden um weitere Freibeträge erhöht werden kann.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der „Kundeninformation zum Pfändungsschutzkonto“.

Wenn Sie Ihren Grundfreibetrag erhöhen lassen möchten, reichen Sie uns bitte die ausgefüllte „Bescheinigung nach § 850k Abs. 5 ZPO“ ein.  

Bitte beachten Sie: Wir dürfen nur Bescheinigungen akzeptieren, die von den folgenden Stellen ausgefüllt wurden:

  • Sozialleistungsträger (z. B. Jobcenter)
  • anerkannte Schuldnerberatungsstellen
  • Arbeitgeber
  • Steuerberater
  • Rechtsanwälte

Kindergeld sowie Kinderzuschläge von der Familienkasse werden automatisch freigestellt.

Auskünfte

Auskünfte

Bei wem bekomme ich Auskünfte zu meiner Pfändung?

Der Gläubiger ist verpflichtet, Sie über den Eingang einer Pfändung in Kenntnis zu setzen. Unter anderem finden Sie in diesen Unterlagen die folgenden Informationen:

  • Anschrift des Gläubigers
  • Kontaktdaten des Gläubigers
  • Höhe der Forderung

Die Sparkasse Paderborn-Detmold erhält keine Kenntnis über die Umstände, die zu der Pfändung geführt haben. Bitte erfragen Sie diese direkt beim Gläubiger.

An wen kann ich mich bei Fragen zu meinem Konto wenden?

Bei Fragen zu Ihrem Konto in Verbindung mit einer Pfändung, melden Sie sich gerne in unserer Pfändungshotline unter:

05251 / 292-9916

Wir sind montags bis freitags von 09:00 – 12:00 Uhr für Sie erreichbar.

Bitte beachten Sie: Vom 10. bis zum 22. eines jeden Monats ist die Pfändungshotline nur von 11:00 – 12:00 Uhr besetzt.

 

 

 

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